Kaufpreis: E-Auto vs. Verbrenner 2026
Der größte Unterschied liegt nach wie vor beim Kaufpreis. Günstige Elektroautos starten 2026 bei rund 23.000 €, vergleichbare Benziner ab ca. 17.000 €. Der Aufpreis hat sich in den letzten Jahren jedoch deutlich verringert.
| Modell | Kaufpreis (ab) | Antrieb |
|---|---|---|
| Dacia Spring | 16.900 € | Elektro |
| VW Polo (Benzin) | 18.500 € | Benziner |
| VW ID.3 (58 kWh) | 35.995 € | Elektro |
| VW Golf (Benzin) | 26.890 € | Benziner |
| Tesla Model 3 SR | 40.990 € | Elektro |
| BMW 3er (Benzin) | 38.400 € | Benziner |
Wichtig: Mit dem Ende des Umweltbonus (Ende 2023) gibt es keine direkte Bundesförderung mehr für E-Autos. Dennoch bleiben steuerliche Vorteile und Dienstwagenregelung (0,25 % Versteuerung) erhalten. Mehr dazu: Elektroauto Förderung 2026.
Betriebskosten: Strom vs. Benzin/Diesel

Hier gewinnt das Elektroauto klar. Bei einem typischen Verbrauch von 18 kWh/100 km und 0,32 €/kWh (Haushaltsstrom) kostet die Energie:
- Elektroauto zuhause: 0,32 € × 18 = 5,76 € / 100 km
- Elektroauto öffentlich (Mix): ca. 9–11 € / 100 km
- Benziner (7 l/100 km, 1,75 €/l): 12,25 € / 100 km
- Diesel (6 l/100 km, 1,60 €/l): 9,60 € / 100 km
Bei 15.000 km/Jahr und überwiegendem Heimladen spart ein E-Auto-Fahrer gegenüber einem Benziner rund 800–1.200 € Kraftstoffkosten pro Jahr.
Wartungskosten: E-Autos deutlich günstiger
Elektroautos haben deutlich weniger Verschleißteile als Verbrenner. Kein Motoröl, keine Zündkerzen, kein Zahnriemen – und die Bremsen halten länger (Rekuperation schont die Beläge).
| Wartungsposten | Verbrenner/Jahr | Elektroauto/Jahr |
|---|---|---|
| Ölwechsel + Filter | 150–300 € | entfällt |
| HU/AU | alle 2 Jahre ~100 € | alle 2 Jahre ~80 € |
| Bremsen (Beläge/Scheiben) | ca. 200 €/3 Jahre | ca. 100 €/5 Jahre |
| Inspektion gesamt | 400–700 €/Jahr | 150–300 €/Jahr |
Ersparnis Wartung: 300–400 € pro Jahr – über 5 Jahre also 1.500–2.000 €.
Versicherung: Noch leicht teurer beim E-Auto

Kfz-Versicherung ist für Elektroautos im Schnitt noch 5–15 % teurer als für vergleichbare Benziner – wegen höherer Reparaturkosten (Hochvoltbatterie, Spezialwerkstatt). Es gibt aber Anbieter, die spezielle EV-Tarife anbieten (HUK24, DEVK, Allianz). Der Unterschied beträgt typischerweise 50–150 € im Jahr.
Wertverlust: E-Autos holen auf
Lange galten E-Autos als schlechte Wertanlage. Das hat sich verändert: Moderne Modelle wie Tesla Model 3, VW ID.3 und Hyundai IONIQ 6 zeigen nach 3 Jahren Wertverlust von 35–45 % – ähnlich wie Verbrenner. Gebrauchte E-Autos sind mittlerweile gut verfügbar und werden von der Restwertbörse fair bewertet.
Gesamtbetrachtung: 5-Jahres-TCO Vergleich
Total Cost of Ownership (TCO) – alle Kosten über 5 Jahre, 15.000 km/Jahr:
| Kostenart | VW Golf Benzin | VW ID.3 Elektro |
|---|---|---|
| Kaufpreis | 26.890 € | 35.995 € |
| Kraftstoff / Strom (5J) | 9.188 € | 4.320 € |
| Wartung (5J) | 2.750 € | 1.100 € |
| Versicherung (5J) | 4.000 € | 4.500 € |
| Wertverlust (5J) | −13.000 € | −16.000 € |
| TCO gesamt | ~29.800 € | ~29.900 € |
Fazit: Nach 5 Jahren (75.000 km) sind die Gesamtkosten nahezu identisch – mit weiter sinkenden Batteriepreisen und steigenden Benzinpreisen kippt die Rechnung zugunsten des E-Autos. Wer mehr als 15.000 km/Jahr fährt oder hauptsächlich zuhause lädt, profitiert schon ab 3–4 Jahren.
Dienstwagen: 0,25 % Versteuerung bleibt
Für Arbeitnehmer mit Firmenwagen gilt: E-Dienstwagen werden nur mit 0,25 % des Bruttolistenpreises monatlich versteuert (statt 1 % beim Verbrenner). Bei einem VW ID.3 (Bruttolistenpreis 38.000 €) macht das einen Steuervorteil von ca. 7.000–10.000 € über die Nutzungsdauer aus – je nach Steuersatz.
Häufige Fragen: E-Auto Kosten
Ab wann rechnet sich ein Elektroauto wirklich?
Bei einem Verbrauch von 18 kWh/100 km, Heimladen zu 0,32 €/kWh und 15.000 km/Jahr bricht selbst ein ID.3 gegenüber einem Golf Benzin nach ca. 5 Jahren gleich. Mehr Kilometerleistung = schnellerer Break-Even.
Wie teuer wird der Batterietausch?
Die meisten Hersteller geben 8 Jahre / 160.000 km Garantie auf mindestens 70 % Kapazität. Ein Tausch kostet 5.000–12.000 € – aber in der Praxis sind kaum Fälle bekannt. Batterie-Degradation liegt nach 10 Jahren meist bei 10–20 %.
Gibt es noch staatliche Förderung für E-Autos?
Den Umweltbonus gibt es nicht mehr (seit Ende 2023). Erhalten bleiben: 0,25 % Dienstwagenregel, KfW-Förderung für Wallboxen (Programm 442 mit Solar), verschiedene Länderprogramme und Sonderleasing-Konditionen der Hersteller. Details: Elektroauto Förderung 2026.
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Fazit: Ein Elektroauto lohnt sich langfristig, wenn man viel zuhause zu günstigem Strompreis lädt. Mit einem E-Auto-Stromtarif und einer PV-Anlage sinken Ladekosten auf nahezu null. Werkstattkosten liegen laut ADAC-Studie um 30 % unter denen eines vergleichbaren Verbrenners.