Ladekarten Vergleich 2025: ADAC, EnBW, Maingau & Co. im Test
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Ladekarten Vergleich 2025: ADAC, EnBW, Maingau & Co. im Test

8 Min. Lesezeit · 10.04.2025

Warum überhaupt eine Ladekarte?

Wer ohne Ladekarte oder Tarif an öffentlichen Schnellladesäulen lädt, zahlt den Ad-hoc-Preis – oft 50–120 % mehr als mit einem guten Tarif. Beispiel Ionity: 0,79 €/kWh ohne Karte vs. 0,35 €/kWh mit ADAC-Karte. Bei 10.000 km Jahresfahrleistung (18 kWh/100 km, 50 % öffentlich geladen) macht das bis zu 400 € Ersparnis pro Jahr.

Die wichtigsten Ladekarten 2025 im Vergleich

Ladekarten-App auf dem Tablet verwalten
Apps der Ladekarten-Anbieter zeigen Preise und Verfügbarkeit in Echtzeit.

ADAC e-Charge Karte

Die ADAC e-Charge Karte ist eine der attraktivsten Optionen für Vielfahrer, die Ionity nutzen:

EnBW mobility+

Deutschlands meistgenutzte Ladekarte mit dem größten heimischen Netzwerk:

Maingau EnergyFlat

Plugsurfing

Shell Recharge

Direktvergleich: Beispielrechnung 10.000 km/Jahr

Annahmen: 18 kWh/100 km, 30 % öffentlich DC (Schnell), 20 % öffentlich AC, 50 % zuhause

LadekarteJahresgebührLadekosten DC+ACGesamtkosten
Ohne Karte (Ad-hoc)0 €~415 €~415 €
ADAC e-Charge49 € (Mitgl.)~195 €~244 €
EnBW Smart60 €~220 €~280 €
Maingau Flat60 €~235 €~295 €

Ersparnis ADAC vs. kein Tarif: ~171 € pro Jahr — Karte rechnet sich ab ~40.000 km ab (inkl. Mitgliedschaft).

Welche Karte für wen?

Elektroauto lädt an Ladestation im Büropark mit Frankfurter Skyline
Wer am Arbeitsplatz oder in Parkhäusern regelmäßig lädt, spart mit einem Flattarif.

EU-Pflicht: Kartenzahlung an Ladesäulen seit 2024

Seit April 2024 gilt in der EU eine Pflicht zur kontaktlosen Kartenzahlung an öffentlichen Schnellladesäulen ab 50 kW. Das bedeutet: Neue und umgerüstete HPC-Stationen müssen Visa/Mastercard Contactless direkt am Terminal akzeptieren – ohne App, ohne Registrierung.

Die Pflicht stärkt den Wettbewerb, ändert aber nichts an der Preislogik: Wer regelmäßig schnelllädt, spart mit einem Tarif weiterhin erheblich. Details zum Laden ohne Karte: Ad-hoc-Laden erklärt.

Ladekarten für Firmenwagen und Dienstwagen

Wer ein Elektroauto als Dienstwagen fährt, hat besondere Anforderungen: Ladevorgänge müssen abrechnungsfähig sein, private und dienstliche Nutzung getrennt werden, und der Arbeitgeber muss Kosten einfach erstatten können.

Für die Steuererklärung: Alle Ladevorgänge mit Datum, kWh und Betrag dokumentieren – die meisten Business-Karten liefern das automatisch. Steuerliche Details zum E-Auto: Elektroauto Steuer und geldwerter Vorteil.

Häufige Fragen zu Ladekarten

Kann ich mehrere Ladekarten gleichzeitig nutzen?

Ja, und viele Experten empfehlen 2–3 Karten: z. B. ADAC für Ionity + EnBW für das Heimnetz + eine kostenlose Karte für den Rest. Verwaltungsaufwand ist minimal, Einsparungen können erheblich sein.

Wie bezahlt man ohne Ladekarte?

An modernen Ladesäulen meist per Kreditkarte direkt am Terminal (Visa/Mastercard Contactless), per App oder per QR-Code. NFC-Zahlung (Handy an Säule) wird immer häufiger unterstützt.

Lohnt sich Roaming bei Ladekarten?

Ladekarten-Roaming (eine Karte an allen Netzen) ist bequem, aber oft teurer als direkte Netzwerk-Tarife. Für Gelegenheitslader ideal, für Vielfahrer besser netzwerkspezifische Tarife wählen.

Alle Ladestationen auf der Ladekarte. Weiter: Autobahn-Ladesäulen Guide · Ad-hoc-Laden ohne Karte · Günstiger Stromtarif · Elektroauto Gesamtkosten 2025

Tipp: Wer häufig auf der Autobahn schnelllädt, profitiert von einer Kombi-Karte, die Ionity, EnBW HyperNetz und Aral pulse abdeckt. Das reduziert Roaming-Aufschläge und macht die Abrechnung einfacher.

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