Was ist Aral pulse?
Aral pulse ist das Elektromobilitäts-Ladenetzwerk des Mineralölkonzerns bp (British Petroleum). In Deutschland betreibt Aral pulse Schnellladesäulen an Aral-Tankstellen, Autobahn-Raststätten und ausgewählten Einzelhandelsstandorten. Das Netz wächst seit 2022 stark und ist inzwischen einer der wichtigen Schnelllade-Anbieter in Deutschland.
Besonderheit gegenüber Ionity oder EnBW: Aral pulse ist oft direkt an Tankstellen integriert – wer bisher Benzin getankt hat, findet an denselben Standorten jetzt Schnelllader. Das schafft bekannte Anlaufpunkte, besonders für Umsteiger vom Verbrenner.
Alle Aral-pulse-Standorte auf der Ladekarte mit Aral-pulse-Filter.
Aral pulse Preise 2026: Ad-hoc und Tarife

Aral pulse bietet zwei Hauptmodelle an – Ad-hoc-Laden ohne Vertrag und die Aral pulse-Karte:
| Modell | DC-Preis | AC-Preis | Grundgebühr |
|---|---|---|---|
| Ad-hoc (kein Vertrag) | 0,10 €/min | 0,06 €/min | 0 € |
| pulse Basic (Karte) | 0,08 €/min | 0,05 €/min | 0 € |
| pulse Plus (Flatrate) | max. 12 €/Ladevorgang | max. 12 €/Ladevorgang | 12,99 €/Mo |
Aral pulse rechnet zeitbasiert ab (Cent pro Minute), nicht kWh-basiert. Das bedeutet: Wer ein schnell ladendes Fahrzeug (250+ kW) hat, bezahlt weniger pro kWh als bei einem langsameren Auto mit gleicher Ladezeit.
Beispiel: Tesla Model 3 LR lädt an einem 150-kW-Aral-pulse-Schnelllader in 25 Minuten 60 kWh = 2,50 € Ad-hoc. Umgerechnet 4,2 ct/kWh – sehr günstig. Bei einem 50-kW-Fahrzeug dauern 60 kWh jedoch 72 Minuten = 7,20 € (12,0 ct/kWh) – deutlich teurer.
pulse Plus Flatrate: Wann lohnt sie sich?
Die pulse Plus Flatrate kostet 12,99 €/Monat und deckt jeden Ladevorgang bis max. 12 € ab. Das bedeutet: Lange Ladevorgänge werden auf 12 € gedeckelt – kurze Schnellladungen zahlt man weiterhin per Minute.
- Vorteil: Bei langen Ladevorgängen (AC-Laden, kleinere Autos) wird die Kostenobergrenze wirksam
- Nachteil: Bei schnellen 20-Minuten-Stops (150+ kW) kaum Vorteil gegenüber Basic
- Break-even: Lohnt sich ab ca. 2–3 Ladevorgängen pro Monat, bei denen du die 12-€-Grenze erreichst
Für die meisten Schnelllade-Vielfahrer gilt: Aral pulse Ad-hoc oder Basic reicht – die Plus-Flatrate ist vor allem für langsame AC-Ladevorgänge interessant. Zum Netzwerk-Vergleich: Ladekarten Vergleich 2026.
Aral pulse vs. EnBW vs. Ionity: Der Vergleich

| Netzwerk | Abrechnung | DC-Preis (günstigster Tarif) | Max. Leistung | Stärke |
|---|---|---|---|---|
| Aral pulse | Zeit (€/min) | 0,08 €/min (Basic) | 300 kW | Tankstellen-Standorte |
| EnBW mobility+ | kWh | 0,44 €/kWh (Smart) | 300 kW | Größtes DE-Netz, 2.500+ Standorte |
| Ionity | kWh | 0,35 €/kWh (ADAC) | 350 kW | Autobahn-Primeur, 350 kW |
| Tesla SC | kWh | 0,25 €/kWh (Membership) | 350 kW (V4) | Reliability, Tesla-Integration |
Aral pulse ist besonders attraktiv für Schnellader (>100 kW Fahrzeug), da die Zeitabrechnung dann günstiger ausfällt als kWh-basierte Preise. Für langsame Lader ist EnBW oder die Maingau Flat besser geeignet. Ionity bietet die höchste Spitzenleistung mit 350 kW. Mehr: Laden auf der Autobahn – alle Netzwerke.
Aral pulse Standorte und App
Aral pulse betreibt seine Ladepunkte hauptsächlich an:
- Aral-Tankstellen: ~700 Standorte mit 50–150 kW CCS
- Autobahn-Raststätten: ~100 HPC-Standorte mit bis zu 300 kW
- Einzelhandel-Partnerschaften: IKEA, Kaufland und weitere (wachsend)
Die Aral pulse App zeigt verfügbare Standorte, Echtzeit-Belegung und ermöglicht Ladevorgänge per App oder RFID-Karte. Auch in der bp-pulse-App integriert (selbe Plattform, internationaler Betrieb). Bezahlen: App, RFID-Karte, Kreditkarte direkt am Terminal (EU-Pflicht ab 50 kW seit 2024).
Alle Ladesäulen auf der interaktiven Ladekarte. Ohne App laden: Ad-hoc-Laden erklärt.
Fazit: Für wen lohnt sich Aral pulse?
- Ideal für: Schnellladende Fahrzeuge (150+ kW) auf Langstrecke, Tankstellen-Gewohnheitstanker, Einsteiger ohne Ladekarten-Setup
- Weniger ideal für: Vielfahrer die täglich laden, Fahrzeuge mit geringer DC-Ladeleistung
- Kombination empfohlen: Aral pulse Basic + EnBW für das breite Netz + ADAC für Ionity
Häufige Fragen zu Aral pulse
Kann ich Aral pulse ohne Karte nutzen?
Ja – per Kreditkarte direkt am Terminal (Contactless) oder über die App. Die RFID-Karte ist optional und spart etwas gegenüber Ad-hoc. Seit 2024 ist Kartenzahlung an Schnellladesäulen EU-weit Pflicht.
Ist die zeitbasierte Abrechnung von Aral pulse fair?
Das kommt auf das Fahrzeug an. Bei schnell ladenden Autos (150+ kW) ist die Zeitabrechnung oft günstiger als kWh-Preise bei anderen Anbietern. Bei langsamen Autos (50 kW) kann es teurer sein. Im Schnitt liegt Aral pulse im Mittelfeld.
Kann ich Aral pulse auch in anderen Ländern nutzen?
Ja – bp pulse ist international tätig (UK, Belgien, Niederlande, Österreich). Die Aral-Karte funktioniert über Roaming auch an vielen anderen EU-Netzwerken.
Wie hoch ist die maximale Ladeleistung bei Aral pulse?
An HPC-Stationen bis zu 300 kW. Normaler Ausbaustandard sind 150 kW CCS pro Stall. Nicht alle Standorte haben HPC – manche ältere Aral-Tankstellen haben nur 50-kW-Ladesäulen.
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