Was ist ALDI Charge?
ALDI betreibt seit 2019 in Kooperation mit externen Ladeinfrastruktur-Anbietern Ladestationen auf seinen Parkplätzen. Das Programm läuft je nach Region unter verschiedenen Betreibern – EnBW, Recharge (früher Vattenfall) oder lokale Stadtwerke übernehmen den technischen Betrieb. ALDI stellt die Parkfläche zur Verfügung, der Ladebetreiber betreibt die Säule.
Die Ladepunkte sind in der Regel AC-Lader mit 11–22 kW. An größeren Standorten gibt es vereinzelt auch DC-Schnelllader mit bis zu 50 kW. Die Stationen sind auf kurze Ladestopps ausgelegt – typisch für den Einzelhandel: 30–60 Minuten Einkaufszeit, in denen das Fahrzeug nachladen kann.
ALDI Nord vs. ALDI Süd – der Unterschied
In Deutschland operieren ALDI Nord und ALDI Süd als eigenständige Unternehmen mit getrennten Lieferketten, Märkten und auch getrennten Ladeinfrastruktur-Kooperationen:
| Merkmal | ALDI Nord | ALDI Süd |
|---|---|---|
| Verbreitungsgebiet | Norddeutschland, NRW, Berlin | Bayern, BW, Hessen, Sachsen |
| Hauptkooperationspartner Laden | EnBW, Recharge | EnBW, Recharge, lokale Anbieter |
| Ladegeschwindigkeit | Meist 11–22 kW AC | Meist 11–22 kW AC, teils 50 kW DC |
| Ad-hoc-Laden | Über App/Karte des Betreibers | Über App/Karte des Betreibers |
| Anzahl Standorte (2026, ca.) | ~900 | ~1.000 |
Das bedeutet in der Praxis: Beim Laden bei ALDI bist du nicht mit einer einheitlichen "ALDI Charge"-App unterwegs, sondern nutzt die App oder Karte des jeweiligen Betreibers an diesem Standort. Das kann EnBW Mobility+, Recharge oder eine andere App sein – erkennbar auf dem Display der Säule oder dem Aufkleber.
Kosten beim ALDI Laden
Die Ladedkosten bei ALDI variieren stark nach Betreiber und Standort. Es gibt keine einheitliche "ALDI-Preisstrategie":
| Ladetyp | Kosten | Hinweis |
|---|---|---|
| Kostenlos (Sonderaktionen) | 0 €/kWh | Vereinzelte Standorte, oft zeitlich begrenzt |
| AC-Laden 11 kW (Standard) | 0,29–0,39 €/kWh | Häufigster Fall bei EnBW/Recharge-Betrieb |
| AC-Laden 22 kW | 0,35–0,45 €/kWh | An neueren Standorten |
| DC-Schnellladen 50 kW | 0,49–0,59 €/kWh | Nur an ausgewählten Standorten |
| Mit EnBW Mobility+ Tarif | ab 0,25 €/kWh | Monatlicher Grundbeitrag ~5–7 € |
Wer regelmäßig bei ALDI oder anderen Händlern lädt, fährt mit einem Ladenetz-Abo (EnBW Mobility+, Recharge-Abo) deutlich günstiger als mit Ad-hoc-Preisen.
Wie lade ich bei ALDI? Schritt für Schritt
- Ladesäule finden: Auf dem ALDI-Parkplatz anfahren, Ladeplatz-Schild folgen. Nicht jeder ALDI hat Ladepunkte.
- Betreiber identifizieren: Am Gerät steht, wer die Säule betreibt (EnBW, Recharge, Stadtwerke etc.).
- App öffnen oder RFID-Karte nutzen: Die meisten Säulen unterstützen QR-Code-Scan für Ad-hoc-Laden ohne App.
- Stecker einführen: Typ 2 ist Standard an AC-Säulen. Kabel oft nicht an der Säule – eigenes Kabel mitbringen!
- Laden bestätigen: In der App oder per PIN bestätigen, der Ladevorgang startet automatisch.
- Einkaufen gehen: Push-Benachrichtigung, wenn voll oder Ladevorgang beendet.
Wichtig: An den meisten ALDI-Standorten gibt es kein festmontiertes Kabel. Du brauchst dein eigenes Typ-2-Kabel.
Ad-hoc laden bei ALDI – geht das?
Ja – Ad-hoc-Laden (ohne Vertrag oder Abo, direkt mit EC-/Kreditkarte oder per QR-Code) ist an fast allen modernen ALDI-Ladesäulen möglich. Seit der EU-Pflicht zur Ad-hoc-Zahlung (in Kraft seit 2024) müssen alle neuen öffentlichen Lader kontaktlose Zahlung anbieten. Das gilt auch für die meisten ALDI-Standorte.
Der Preis beim Ad-hoc-Laden ist allerdings höher als mit einem Abo. Für gelegentliches Laden ist das in Ordnung – wer regelmäßig nutzt, sollte ein Ladenetz-Abo prüfen.
Wie viele ALDI-Ladestationen gibt es in Deutschland?
Stand 2026 verfügen schätzungsweise 1.800–2.000 ALDI-Filialen in Deutschland über mindestens einen Ladepunkt. Das entspricht rund 40–45 % aller ALDI-Standorte. Das Ziel beider Unternehmensgruppen ist eine flächendeckende Ausstattung bis 2030. An vielen Standorten gibt es 2–4 Ladepunkte, größere Märkte teilweise mehr.
Im europäischen Vergleich ist ALDI damit einer der größten Einzelhandels-Ladenetz-Betreiber, noch vor Lidl und Rewe.
ALDI Ladestation finden
Die einfachste Methode: ALDI Charge auf LadeStationGuru zeigt alle deutschen ALDI-Ladepunkte mit Echtzeitstatus. Alternativ direkt in der App des Betreibers suchen oder über die interaktive Ladekarte nach "ALDI" filtern.
Weitere Tipps zum kostenlosen oder günstigen Laden beim Einkaufen: Kostenlos Elektroauto laden und Laden beim Einkaufen – alle Händler im Vergleich.
Häufige Fragen zu ALDI Ladestationen
Ist das Laden bei ALDI kostenlos?
In der Regel nicht. Kostenlose Ladevorgänge gab es vereinzelt als Aktionen, sind aber nicht der Standard. Die meisten ALDI-Standorte berechnen 0,29–0,45 €/kWh je nach Betreiber und Tarif. Preis immer vorher an der Säule oder in der App prüfen.
Brauche ich eine ALDI-App zum Laden?
Nein. Es gibt keine eigene ALDI-Lade-App. Du nutzt die App des Ladesäulenbetreibers (z. B. EnBW Mobility+ oder Recharge) oder lädst per Ad-hoc-Zahlung via QR-Code und Kreditkarte.
Kann ich bei ALDI mit Typ-1-Stecker laden?
Nein. ALDI-Ladesäulen haben ausschließlich Typ-2-Anschlüsse (europäischer Standard). Typ-1-Fahrzeuge (ältere Imports) benötigen einen Adapter.
Was passiert, wenn alle Ladeplätze belegt sind?
Es gibt keine zentrale Reservierungsfunktion. In der App des Betreibers kannst du den Echtzeitstatus sehen. An stark frequentierten Standorten lohnt sich ein Blick in die App vor der Abfahrt.