Warum beim Einkaufen laden eine gute Idee ist
Die durchschnittliche Einkaufszeit im Supermarkt liegt bei 20–40 Minuten – genug Zeit, um an einer 11-kW-AC-Ladesäule 3–7 kWh nachzuladen (ca. 15–40 km Reichweite). Wer die Standzeit sinnvoll nutzt, spart Zeit und oft auch Geld: Viele Handelsketten bieten die ersten kWh kostenlos oder zu günstigeren Tarifen als öffentliche Schnellladesäulen an.
REWE: Grüner Strom kostenlos oder günstig

REWE ist einer der aktivsten deutschen Einzelhändler beim Thema E-Mobilität. Tausende REWE-Märkte haben inzwischen Ladepunkte auf dem Parkplatz – oft in Kooperation mit EnBW oder Allego.
- Leistung: Meist 22 kW AC (Typ 2), teils 50–150 kW DC
- Kosten: Je nach Kooperationspartner 0,35–0,55 €/kWh oder kostenlos (Aktion)
- Steckdosen: Typ 2, teilweise CCS
- Tipp: REWE-App oder EnBW mobility+ App zeigen freie Plätze in Echtzeit
Alle REWE-Ladestationen in deiner Nähe auf der Ladekarte — nach Netzwerk filtern: EnBW oder Allego.
ALDI & LIDL: Discounter mit wachsender Ladeinfrastruktur
ALDI Süd und ALDI Nord rüsten seit 2022 systematisch um. Ziel: Ladepunkte an allen geeigneten Filialen. Ähnlich bei LIDL:
- ALDI Süd / Nord: Kooperation mit verschiedenen Betreibern, meist EnBW oder Allego; 22 kW AC
- LIDL: Eigene LIDL E-Ladestation-App, Tarife ab 0,32 €/kWh
- Besonderheit: LIDL bietet oft Ladesäulen, die Photovoltaik-Strom vom eigenen Marktdach nutzen
IKEA: Bis zu 4 Stunden kostenloses Laden

IKEA Deutschland ist besonders großzügig: An fast allen Standorten gibt es kostenlose oder sehr günstige Ladeplätze, solange man sich im Markt aufhält (bis zu 4 Stunden).
- Netzwerk: In Kooperation mit IONITY, EnBW oder Allego (je nach Standort)
- Leistung: 22 kW AC (Normalladen), einige Standorte auch 50 kW DC
- Bezahlung: Häufig per App, teils per RFID-Karte
- Tipp: Beim Check-in im IKEA-Markt Freischaltung aktivieren – IKEA Family-App nötig
Kaufland, OBI & weitere Baumärkte
Kaufland setzt seit 2023 stark auf eigene Ladesäulen-Infrastruktur in Kooperation mit der REWE Group:
- Kaufland: Meist 22 kW AC, Abrechnung per App oder RFID
- OBI: Partnerschaft mit Mercedes-Benz Energy/Charge & Fuel; 22 kW AC, einzelne 100 kW DC
- Hornbach: EnBW-Säulen auf dem Parkplatz
- Globus: Eigene Säulen, kostenlos beim Einkauf
McDonald's & Burger King: Laden an der Raststätte
Schnellrestaurants sind ideal: 15–30 Minuten Pause = 5–10 kWh nachgeladen. McDonald's hat eine Kooperation mit IONITY und Aral pulse für Autobahn-nahe Standorte; Burger King kooperiert mit Allego.
- Autobahn-Raststätten: meist 50–350 kW DC (Schnellladen)
- Stadtnahe Fast-Food: meist 22 kW AC
- Kosten: Je nach Betreiber-Tarif (Ionity: 0,35–0,79 €/kWh)
Mehr zum Thema: Laden auf der Autobahn – der komplette Guide.
Wie findet man Ladestationen beim Einkaufen?
Die einfachste Methode: Die Ladekarte auf LadeStationGuru – täglich aktualisiert, über 50.000 deutsche Stationen. Alternativ:
- PlugShare: Community-basiert, oft mit Fotos und Bewertungen
- ABRP (A Better Route Planner): Plant Ladestopps automatisch ein
- App des Betreibers: EnBW mobility+, Tesla-App, Ionity, Aral pulse etc. zeigen Verfügbarkeit in Echtzeit
- Google Maps: Suche nach "Ladestation" direkt am gewünschten Ort
Tipps: So ladest du beim Einkaufen effizient
- Säule vorher prüfen: Verfügbarkeit und Steckertyp in der App checken, bevor du anreist.
- Ladekabel immer dabei: Viele AC-Säulen haben kein Kabel – eigenes Typ-2-Kabel nötig.
- Standzeit nutzen: 11-kW-AC-Säule lädt in 30 Min. ca. 5 kWh (≈ 28 km). Gut für tägliches Nachladen.
- Nicht blockieren: Fahrzeug nach dem Laden umparken – Kulanz gegenüber anderen E-Fahrern.
- Kosten im Blick: Manche Säulen berechnen nach Zeit statt kWh – bei langer Standzeit kann das teurer werden.
Häufige Fragen: Laden beim Einkaufen
Ist das Laden beim Einkaufen wirklich kostenlos?
Es gibt tatsächlich Standorte mit kostenlosem Strom (z. B. einige IKEA-Märkte, Globus, bestimmte Aktionen). Die meisten Handelsketten haben aber auf bezahltes Laden umgestellt – meist 0,35–0,55 €/kWh. Trotzdem günstiger als Ad-hoc-Schnellladen.
Brauche ich eine Ladekarte für Supermarkt-Säulen?
Oft ja – viele Säulen akzeptieren per App oder RFID-Karte. Immer mehr Standorte ermöglichen aber auch Kreditkartenzahlung direkt am Terminal (Visa/Mastercard Contactless). Eine gute Ladekarte wie EnBW mobility+ deckt die meisten Netze ab.
Darf ich an der Supermarkt-Säule parken, auch wenn ich nicht einkaufe?
Viele Betreiber binden die Freischaltung an einen Einkauf oder einen Mindestbetrag. Parkplätze auf Supermarkt-Gelände sind zudem Privatgelände – das Parken ohne Einkauf kann zu Abschleppmaßnahmen führen. Im Zweifelsfall: Aushänge lesen oder Markt befragen.
Alle Supermarkt-Ladestationen und mehr in deiner Nähe: Ladekarte mit 50.000+ Stationen. Wer nichts bezahlen möchte: Kostenlos Elektroauto laden – die besten Anbieter · Das richtige Ladekabel.
Tipp: Viele Einkaufszentren bieten Ladepunkte nur für Kunden an. Der Bon kann manchmal gefordert werden. Registrierung in der App des Betreibers spart Wartezeit und ermöglicht Reservierung. Auf der Ladekarte sind alle Supermarkt-Stationen mit Netzwerk und Leistung eingetragen.