Die Begriffe sind alphabetisch sortiert. Klicke auf einen Buchstaben oder scrolle durch die Liste.
AC – Wechselstrom
AC (Alternating Current) ist der Wechselstrom aus dem Stromnetz. Alle Haushaltssteckdosen und die meisten öffentlichen Ladesäulen liefern AC. Das Elektroauto wandelt AC intern über seinen Bordlader in DC um. Typische Ladeleistungen: 3,7 kW (einphasig), 11 kW (dreiphasig), 22 kW (dreiphasig, max.). Mehr: AC vs. DC erklärt
AFIR – Alternative Fuels Infrastructure Regulation

EU-Verordnung, die ab 2024 schrittweise vorschreibt, dass öffentliche Schnellladesäulen eine Kartenzahlung direkt am Terminal (ohne App, ohne Kundenkarte) anbieten müssen. Ab 2027 gilt das für alle Ladesäulen über 50 kW. Gut für Gelegenheitslader.
Akku / Batterie
Der Traktionsakku ist das Herzstück des Elektroautos – ein Lithium-Ionen-Paket, das die Antriebsenergie speichert. Kapazitäten reichen von ca. 40 kWh (Stadtauto) bis 100+ kWh (Tesla Model S, BMW iX). Mehr: Akkulebensdauer
Blockiergebühr
Gebühr, die Ladestation-Betreiber erheben, wenn ein Fahrzeug nach abgeschlossenem Ladevorgang den Platz blockiert. Meist 0,05–0,15 €/min ab Minute 5 nach Ladeende. Mehr: Ladesäule blockiert – was tun?
CCS – Combined Charging System
CCS (Combo 2 in Europa) ist der dominierende DC-Schnellladestandard. Kombiniert den Typ-2-Stecker mit zwei DC-Kontakten. Leistung: 50–350 kW. Alle modernen europäischen E-Autos nutzen CCS2. Mehr: Steckertypen erklärt
CHAdeMO
Japanischer DC-Schnellladestandard. Wird hauptsächlich von Nissan Leaf (bis 2023) und Mitsubishi verwendet. In Europa stark rückläufig. Mehr: Steckertypen
DC – Gleichstrom
DC (Direct Current) ist Gleichstrom. Schnellladesäulen liefern DC direkt an den Akku – der Bordlader wird umgangen, deshalb sind DC-Ladeleistungen viel höher (50–350 kW) als bei AC-Laden (max. 22 kW). Mehr: Schnellladen vs. Normalladen
kWh – Kilowattstunde
Die Kilowattstunde (kWh) ist die Maßeinheit für Energie. Ein E-Auto mit 60-kWh-Akku kann je nach Verbrauch (15–20 kWh/100 km) ca. 300–400 km weit fahren. An der Ladesäule zahlt man meist pro kWh (z. B. 0,49 €/kWh). Mehr: Verbrauch berechnen
kW – Kilowatt
Die Leistung einer Ladesäule wird in kW angegeben. Mehr kW = schnellere Ladung. Aber: Das Auto kann nur so schnell laden, wie sein Bordlader (AC) oder sein Akku-Management (DC) es erlaubt. Eine 350-kW-Säule nützt nichts, wenn das Auto max. 100 kW kann.
Ladekurve
Die Ladekurve zeigt, wie sich die Ladeleistung über den Ladestand (SOC) verändert. Zwischen 10 und 80 % lädt ein E-Auto am schnellsten. Darüber wird die Leistung gedrosselt, um den Akku zu schonen. Praktische Faustregel: Laden bis 80 % an DC-Schnellladern.
OCPP – Open Charge Point Protocol
Kommunikationsprotokoll zwischen Ladesäule und Netzwerk-Backend. OCPP 1.6 ist Standard, OCPP 2.0.1 ermöglicht bidirektionales Laden (V2G). Relevant für Betreiber und Techniker.
OCPI – Open Charge Point Interface
Protokoll für den Datenaustausch zwischen verschiedenen Ladenetzwerken – ermöglicht Roaming (z. B. mit einer EnBW-Karte an Ionity laden). OCPI ist die Basis für offene Roaming-Plattformen wie Hubject und Gireve.
Phasenschieflast
In Deutschland ist das Stromnetz dreiphasig. Einphasiges AC-Laden (z. B. 3,7 kW) belastet nur eine Phase. Bei langer Ladezeit kann das zu Schieflast im Netz führen. Deshalb empfehlen Netzbetreiber dreiphasiges Laden (11 kW) über eine Wallbox. Für die meisten Privathaushalte kein praktisches Problem.
Rekuperation
Rekuperation (regeneratives Bremsen) ist das Zurückgewinnen von Bremsenergie als Strom. Beim Verzögern oder Bremsen wirkt der Elektromotor als Generator und lädt den Akku nach. Je nach Fahrstil und Einstellung erhöht das die Reichweite um 10–20 %.
Roaming
Laden an fremden Netzwerken mit der eigenen Ladekarte. Wie beim Handy-Roaming: mit einer EnBW-Karte an Ionity oder ARAL pulse laden – oft zu Roaming-Tarifen (etwas teurer). Mehr: Ladekarten-Vergleich
SOC – State of Charge
SOC (Ladestand) ist der aktuelle Akkustand in Prozent. Die meisten Hersteller empfehlen tägliches Laden auf 80 % (Alltag) und 100 % nur vor langen Fahrten. Unter 10 % häufig fahren beschleunigt den Akkuverschleiß.
Typ 2 (Mennekes)
Der europäische AC-Ladestandard. Fast jedes in Europa verkaufte E-Auto hat einen Typ-2-Anschluss. Leistung: 3,7–22 kW. Seit 2014 EU-Pflicht für öffentliche Ladesäulen. Mehr: Steckertypen erklärt
V2G – Vehicle-to-Grid
Vehicle-to-Grid bedeutet, Strom vom Akku zurück ins Netz zu speisen. Das E-Auto wird zum Stromspeicher. Noch wenig verbreitet, aber wachsendes Thema. Mehr: Bidirektionales Laden erklärt
Wallbox
Eine Wallbox ist eine wandmontierte AC-Ladestation (typisch 11 kW) für das heimische Laden. Schneller und sicherer als die Haushaltssteckdose. Kosten: 800–2.000 € inkl. Installation. Mehr: Wallbox installieren · Wallbox-Vergleich 2026
Weitere Fachbegriffe auf Anfrage. Dieser Glossar wird regelmäßig ergänzt. → Alle Ratgeber · Ladestationen finden